Schlüssel zu mehr Lernmotivation

Im letzten Beitrag, Anfang November, habe ich die Frage nach (Un)möglichkeiten Lernenden zu motivieren genauer betrachtet. Dieser Beitrag dreht sich um meine Lieblingsmotivationstheorie, die bei Lehrveranstaltungsplanungen aber auch bei anderen Kurs in der Erwachsenenbildung zum Einsatz kommt.

Die Motivationstheorie von Decy and Ryan ist zwar bereits in die Jahre gekommen, gilt aber dennoch als nützliche Theorie, um Lernmotivation aufzuschlüsseln. Autonomie (1), Kompetenzerfahrung (2) und soziale Eingebundenheit (3) sind demnach Schlüsselfaktoren, um lernmotiviert zu sein. Zugegebenermaßen etwas verkürzt aber pragmatisch übersetzt ins Didaktische heißt das: Wahlfreiheit, wo nur möglich (z.B. bei der Auswahl von Themen u. ä.); transparente, überprüfbare und erfahrbare Lernergebnisse inkl. Feedbackloops und die Möglichkeit kollaborativ zu arbeiten (z.B. in Gruppenarbeiten).

Mit folgenden Fragen lässt sich demnach überprüfen, ob eure Lehrveranstaltung bInfo.pngzw. euer Kurs motivationsförderlich gestaltet ist:

  1. Welche Handlungsspielräume haben die Studierenden bzgl. Inhalt, Übungsart, Zeitrahmen, verfügbaren Ressourcen usw.?
  2. Wie und wann können die Studierenden ihre bisherigen Lernerfolge erfahren, z.B. im Rahmen von Diskussionen, Fällen, Übungen, Präsentationen? Welche Feedbackschleifen sind dabei vorgesehen, um die Lernerfolge und eventuellen Entwicklungsfelder sichtbar zu machen?
  3. Wie werden die Studierenden als Personen im Studierendenkreis aber auch im Umgang mit dir als Lehrende*r sichtbar? Welche (didaktisch-methodischen) Gelegenheiten gibt es mit anderen Studierenden sowie dir als Lehrende*r in Beziehung zu treten?

Zusätzlich zu diesen Leitfragen ist auch folgende Checkliste mit weiteren Aspekten hilfreich, um motivationsförderlich didaktisch zu planen.

Dieser Beitrag lässt darauf schließen, dass studentische Motivation (auch) didaktisch-methodisch gefördert werden kann. Für die meisten Kursformate sind folgende didaktische Momente relevant:

  • Wortmeldungen in (großen) Gruppen
  • Vorbereitung auf die Präsenzzeit
  • Aktive Mitarbeit während der Präsenzzeit

Diese und viele weitere didaktische Themen werden im nächsten Jahr ausführlich besprochen. Ich freue mich bereits drauf.

Inzwischen wünsche ich allen viel Motivation für das letzte bzw. den letzten Monat (Mitleid für mich als Luxemburgerin bei diesen österreichisch-deutschen Sprachwirrheiten) im Jahr!

 

 

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