Unconference

Heute habe ich das erste Mal aktiv an einer Unconference teilgenommen, die im Rahmen des Projekts #dienetzwerkerinnen stattgefunden hat. Das Projekt allein ist unglaublich spannend, weil hier Netzwerke über das übliche Visitenkarten-Tauschen hinaus entstehen und eine Unterstützungskultur etabliert ist, die ich persönlich selten gesehen habe und das gänzlich online. Das wäre ein anderes Thema für einen anderen Blogbeitrag. Die Plattform der Wahl war wonder.me, weil hier ein Plenum ersichtlich ist und ein „Rumwandern“ zwischen den Räumen gut möglich ist, Pausenräume eingerichtet werden können oder auch Frageecken, für Beratung.

Eine Unconference ist laut Definition eine Konferenz, bei der die Teilnehmenden selbst die Inhalte und Themen auswählen und mitbringen. Mögliche Themen werden häufig im Vorhinein gesammelt; welche Themen dann genau bearbeitet werden und in welcher Reihenfolge wird erst am Tag der Unconference festgelegt. Das Konzept wird auch häufig als Barcamp beworben. Online-Barcamps sind seit den letzten Jahren natürlich besonders gefragt. Eine schöne Anleitung dafür findes sich auf erwachsenenbildung.at. Solche Formate sind sehr partizipativ angelegt. Sich verstecken ist also nicht vorgesehen. Deswegen macht es umso mehr Spaß, weil die Aufmerksamkeit dadurch auf natürlichem Wege aufrecht bleibt. Hier ein paar Tipps, für diejenigen, die ein solches Format mal als Teilnehmer:in testen wollen.

Ein solches Format in der Lehre anzuwenden ist besonders spannend, weil es so partizipativ ist. Die Umsetzungsmöglichkeiten reichen von Referaten zu einem Themenfokus, Diskussionsgruppen zu konkreten Inputs aus den Lehrveranstaltungen, kollegialen Beratungssessions und vielem mehr. Wichtig ist anzuerkennen, dass wir als Lehrpersonen in einem solchen Setting (ob online oder in Präsenz) nicht überall gleichzeitig dabei sein und bei einer offenen Gestaltung die Themen nicht gänzlich vorgeben oder lenken können. Das bedeutet, dass ich mir (wie immer in der Didaktik) zuerst Gedanken über das eigentliche Ziel machen muss, bevor ich mich für diese Methode entscheide. Zusätzlich übe ich mich im „Loslassen“ von meiner Rolle als Busfahrerin in der Hochschullehre. Ich überlege aktuell, ob ich es mit Studierenden im Wintersemester zum Thema „Einführung in die Erwachsenenbildung“ ausprobiere. Vielleicht könnte eine Unconference zum Thema Zielgruppen in der Bildungsarbeit spannend sein. Ich halte euch gerne auf dem Laufenden.

Falls ihr weitere Ideen für Unconferences/Barcamps in der Lehre habt, gerne einfach einen Post hinterlassen!

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