Aufruf: „Ich habe meine Meinung als Lehrende*r geändert“

Das vergangene Jahr war geprägt durch neue, mal mehr mal weniger anstrengende Lehr-Erfahrungen. Wie so viele Lehrende, habe auch ich innerhalb einer Woche meine Lehrveranstaltungen und Kurse in der Erwachsenenbildung und an Universtäten komplett remote abgehalten. „Emergency Online Teaching“ ist ein passender Begriff für das was wohl weltweit in der Lehre sehr häufig stattgefunden hat.

Als hauptberuflich Lehrende von Beruf besteht unser tägliches Brot darin, uns Gedanken zu machen, wie Lehre lernförderlich gestaltet werden kann. Die Umstellung auf Online-Lehre, die sich langsam einstellende Routine und die vielen optimierten und optimierbaren Lehr-Lernsituationen haben dazu geführt, dass ich für mich als Lehrende und Hochschuldidaktikerin konkrete Do’s and Dont’s entwickelt habe. Allerdings hat die Zeit, die Erfahrung, vielfältige Diskussionen, das Lesen von Studien und Gespräche mit Studierenden dazu geführt, dass ich meine Meinung zu einzelnen Aspekten der (Online-)Lehre geändert habe. Sehr treffend formuliert dies die amerikanische Hochschuldidaktikerin Bonni Stachowiak:

„The more I learn about teaching, the more I discover the importance of being adaptable in our practice. Our collective humility is essential for becoming better able to serve our students“

Bonni Stachowiak 2018

Diesen Anspruch möchte ich mit dieser Beitragsreihe „Dinge, zu denen ich meine Meinung geändert habe“ transparent gestalten. Es ist wichtig zu zeigen, wie sich unsere Gedankenwelt verändert und welche impliziten Annahmen und deren Entwicklungen wir explizit aus unserer Lehrperspektive darstellen können. Dabei geht es auch darum, zu veröffentlichen, dass Meinungen sich verändern dürfen – auch nach oder besonders wegen langjähriger Expertise.

Derzeit hat die Reihe aus meiner Perspektive drei Teile, die Kameras, Erfahrungsberichte von Studierenden und Feedback betreffen. Ich möchte an dieser Stelle dazu aufrufen eigene Beiträge zuzusenden, die beschreiben, welche Meinungsänderungen in der Lehr-Community stattgefunden haben. Diese können natürlich auch anonym veröffentlicht werden. Spannend dabei ist, zu beschreiben welche Annahmen in eurer Lehre lange galten und was zu deren Veränderung und damit zu veränderten didaktischen Handlungen geführt hat.

Ich freue mich über alle Ideen und Vorschläge, um die Community, die sich mit guter Lehre und gelungenem Lernen beschäftigt, mit vielfältigen Erfahrungen zu bereichern.

Eine wunderschönen Frühlingsbeginn und ein erfahrungsreiches Sommersemester!

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