Studieren – aber wie?

Die zweite Runde an Lehren und Lernen auf Distanz ist in vollem Schwung. Viele Lehrende und auch Einrichtungen des Studierendensupports versuchen Studierende zu unterstützen, sich während Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen studierförderlich zu organisieren.

Dass Studieren nicht gleich Lernen heißt, wissen auch alle, die sich gerade mit Onboarding-Prozessen von Erstsemestrigen in einem digitalen Studienbeginn beschäftigen. In diesem spannenden Artikel wird das Studium als performative Bezugnahme auf Wissenschaft und als Erschließung von Sinn- und Handlungsressourcen beschrieben, wobei Lernen und Studieren deutlich voneinander abgrenzt wird (Link zum Artikel). Dies ist auch in einer meiner rezenten hochschuldidaktischen Weiterbildung besprochen worden. Studierfähigkeit wird anhand vieler (Kultur-)techniken definiert:

Dabei darf nicht vergessen werden, dass nicht alle Studierenden über diese häufig implizierten und tradierten Techniken verfügen. Umso wichtiger ist es jetzt die aktuelle studentischen Lebenswelten zu fokussieren und zu unterstützen, wo auch immer möglich**. Vor anderthalb Jahren gab es einene Beitrag zu Lernen lernen lehren und wie wir als Lehrende die Studierenden mit kleinen unaufwändigen Techniken unterstützen können.

Das Thema Selbstorganisation scheint auf Distanz und ohnen Campusleben noch spannungsgeladener zu sein (siehe Studiensammlung zu studentischer Situation im digitalen Sommersemester). Nicht nur mangelnde Infrastruktur und ruhige Lernorte, sondern auch mentale bzw. emotionale Zustände führten im Sommer häufig zu Nicht-Lernen und zu „Verloren-Gehen“ von Studierenden im Rahmen von Lehr-Lernprozessen (siehe Beitrag Perspektivenwechsel). Falls also irgendwo in euren Moodle-Kursen noch Platz ist, könnten Links zu Kalender- und Listenvorlagen hilfreich sein, um als Studierende*r den Überblick zu behalten (sehr schön und übersichtlich finde ich diese Sammlung).

Hilfreich ist es auch die Listen der Unterstützungseinrichtungen für Studierende parat zu haben. Wir können uns nicht um alles kümmern, was Studierndenwelten anbelangt, aber wir können positiv Einfluss nehmen auf Studienverläufe und somit Bildungsbiographien!

Ich wünsche euch viel Energie und mentale Stärke für diese merkwürdige Zeit!

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