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Kategorie: Bildungswissenschaft

Lessons Learned

Ich habe – so wie viele andere Lehrende auch – in den letzten Wochen viel darüber nachgedacht, welche Lernergebnisse aus den vergangenen Monaten für die bevorstehenden Lehr-Lernarrangements verwertbar sind. Folgende Liste möchte ich teilen: Es kann sehr verführerisch sein, synchrone Online-Lehre in großen Gruppen eher an der Methode Vortrag auszurichten. Als gewohnte Redner*in schien es mir leichter Dinge zu erzählen und zu zeigen. 50 schwarze Rechtecke mit Namen und Kürzel drinnen sind mir jedoch zu wenig als potentiell lernende Gegenüber.

Perspektivenwechsel

Wichtig ist, Studierende, die von der Bildfläche „verschwinden“ oder „verloren gegangen sind“ zu kontaktieren und zu versuchen wieder mit ins Boot zu holen, wenn es die eigenen Zeitkapazitäten erlauben. Dabei ist zusätzlich zu beachten, dass manche Studierende sich in Situationen befinden, die ein synchrones Studieren erschweren. Herr Fink rät Lehrenden, den Studierenden möglichst menschlich begegnen.

Unbehaglichkeit

Die Suppe reicht für 3-4 großzügige Porttionen und heilt zumindest physische Unbehaglichkeit. Mentales Unbehagen befällt mich bei der Berichterstattung über die vom Institut für Demoskopie Allensbach durchgeführte Umfrage zur Wissenschaftsfreiheit.

Weihnachtszeit ist Vorlesungszeit

In unserer Position als Lehrende erhalten wir von Lernenden einen Vertrauensvorsprung an unsere fachliche Expertise. Zusätzlich wird uns in dieser Rolle eher „geglaubt“ – wir sind immerhin im Auftrag der Wissenschaft unterwegs**.
Wer glaubt, diese inhaltlichen Entscheidungen seien manchmal schwierig zu treffen, möge sich in die Lage die Verantwortlichen von Weihnachtsvorlesungen versetzen. Weihnachtsvorlesungen sind an vielen Universitäten Tradition.